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Corona-Pandemie beeinflusst Hamburger Büroflächenumsatz 2020

Hamburg, 07.01.2021 – Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machten auch vor dem Hamburger Büromarkt nicht Halt. „Viele Unternehmen stellten im Zuge der tiefgreifenden wirtschaftlichen Entwicklungen bereits getroffene Anmietungsentscheidungen vorerst zurück. Auch kamen aufgrund im Jahr 2020 nicht realisierter Expansionspläne verstärkt Untermietflächen auf den Markt“, erklärt Pia Baguhn, Direktorin bei der Angermann Real Estate Advisory AG. 

Anmietungsaktivitäten haben sich im 4. Quartal wieder leicht erhöht
Maßgeblich von der Pandemie bestimmt, wurde das Hamburger Büromarktgeschehen ab dem zweiten Quartal 2020. Im ersten Jahresviertel belief sich die Vermietungsleistung noch auf ca. 98.000 m². In den darauffolgenden beiden Quartalen konnten dann nur noch jeweils ca. 71.000 m² neu vermietet werden. Zum Jahresende steigerte sich die Abschlussfreudigkeit der Büromieter wieder, sodass das vierte Quartal mit ca. 100.000 m² das umsatzstärkste war und damit einen leichten Aufschwung zeigt. Insgesamt ergibt dies für das Gesamtjahr 2020 einen Flächenumsatz von ca. 340.000 m² und einen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 37 %. „Ein Vergleich mit den deutlich umsatzstärkeren Vorjahren ist bedingt durch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen allerdings wenig aussagekräftig. Optimistisch für 2021 stimmt, dass sich die Anmietungsaktivitäten mittlerweile wieder spürbar erhöht haben und trotz Maskenpflicht und Hygienevorschriften Besichtigungen stattfinden. Spätestens ab dem zweiten Halbjahr 2021 sollte sich die Nachfrage wieder deutlich erhöhen und im besten Fall ein Ende der Pandemie, vor allem auch durch das Voranschreiten der Impfungen, absehbar sein“, so Pia Baguhn. 

Flächenangebot für Hamburgs Büromieter nimmt zu
Nachdem das Angebot an freien Büroflächen sich in den vergangenen Jahren stetig weiter ausdünnte, geht die Entwicklung mittlerweile in die entgegengesetzte Richtung. Verglichen mit dem dritten Quartal 2020 erhöhte sich der Büroflächenleerstand von ca. 460.000 m² sehr moderat auf ca. 485.000 m². Dies entspricht einer aktuellen Leerstandsquote von lediglich 3,5 %. „Die sich etwas verbessernde Angebotssituation für potentielle Mietinteressenten ergibt sich unter anderem durch die Entwicklung mehrerer Neubauprojekte in den drei Hauptmärkten City, HafenCity und City Süd sowie der in der zweiten Jahreshälfte 2020 dazugekommenen Untermietflächen. Im Verhältnis zum Gesamtbüroflächenbestand bleibt der Leerstand aber immer noch bedeutend gering,“ erklärt Pia Baguhn.

Stabile Büromieten
Sowohl die Durchschnittsmiete mit 17,90 €/m² als auch die Spitzenmiete mit 31,00 €/m² blieben zum Jahresabschluss stabil. „Auch in den kommenden Monaten ist nicht mit einem Rückgang der Büromieten in der Hansestadt zu rechnen,“ sagt Pia Baguhn.

Industriesektor mietet die meiste Bürofläche an – City erneut Spitze im Standortranking 
Aktivste Branche war im Gesamtjahr 2020 der Industriesektor mit ca. 54.700 m². Einmal mehr umsatzstärkste Bürolage der Hansestadt war die City mit einem Flächenumsatz von ca. 79.300 m². Auf den Plätzen dahinter folgen Bahrenfeld mit ca. 51.900 m² und die City Süd mit ca. 45.200 m². Die meisten Mietverträge (153) wurden 2020 im Flächensegment zwischen 250 und 700 m² abgeschlossen. Die in diesem Bereich erwirtschaftete Vermietungsleistung von 67.900 m² bedeutet jedoch nur einen Umsatzanteil von 20 %. Der größte Anteil am Gesamtflächenumsatz entfällt mit 46 % (ca. 156.400 m²) auf das Segment über 1.500 m², in dem 44 Mietverträge abgeschlossen wurden.

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